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TUI "sell" 20.12.2006
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Karina Gundermann, Analystin der SEB, stuft die Aktie von TUI (ISIN DE000TUAG000 / WKN TUAG00) mit dem Rating "sell" ein.
Der Reise- und Schifffahrtskonzern TUI habe im dritten Quartal 2006 weniger Umsatz und Gewinn erzielt als erwartet. Der Umsatz der fortzuführenden Bereiche sei um 8,3% auf 6,74 Mrd. Euro gestiegen. Umsatzsteigernd seien vor allem die Touristik-Geschäftsbereiche Europa Mitte mit einem besseren Flugergebnis, der Bereich Europa Nord, die Hotelbeteiligungen und die Quellmärkte Belgien und Niederlande gewesen. Das Ergebnis der fortzuführenden Bereiche vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITA) sei hingegen von 708 auf 529 Mio. Euro gesunken.
Die Ergebnisentwicklung (EBITA) der beiden Kernsparten sei wie erwartet verlaufen: Während die Touristik mit 584 Mio. Euro auf Vorjahresniveau habe abschließen können, hätten beim Sorgenkind Schifffahrt Kosten für die Integration von CP Ships, niedrige Frachtraten und hohe Treibstoffkosten zu einem EBITA-Verlust von 25 Millionen Euro geführt. Infolge sei der Konzerngewinn von 604,3 Mio. auf 299,4 Mio. Euro gefallen. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie sei auf 1,09 (2,98) Euro gesunken.
Positiv zu werten sei das Markenportfolio mit hohem Bekanntheitsgrad.
Die auf der am 15.12.06 statt gefundenen Aufsichtsratsitzung veröffentlichten Maßnahmen würden nicht überzeugen: 1. TUI wolle seine dt. Fluglinien und bis 2008 auch seine 5 europäischen Gesellschaften unter dem neuen Namen TUIfly.com zusammenlegen. Die Flotte von 123 Maschinen solle in eine Leasinggesellschaft ausgegliedert werden, an der TUI dann eine Minderheit halte. Details dazu wolle der Finanzvorstand jedoch erst 2007 liefern.
2. Es solle der Einstieg in den dt. Massenmarkt für Kreuzfahrten erfolgen: Für eine 25-%-Beteiligung an einem Joint Venture mit Carnival (Aida) wolle TUI bis 2010 rund 300 Mio. Euro zahlen. Daneben solle die neue Marke TUI Cruises in 4 Jahren mit einem 450 bis 500 Mio. Euro teuren Neubau in See stechen. Damit binde sich der Konzern weiter an kapitalintensive Geschäftsfelder, statt solche Risiken zu reduzieren.
3. Auch die eigenen Hotelgesellschaften wolle TUI ausbauen. Die Schulden sollten durch Verkäufe von Schiffen, dem Hafen in Montreal, Immobilien und Hotelbereichen um rund 1 Mrd. Euro verringert werden. Einen konkreten Investitionsplan hätten die Vorstände jedoch nicht genannt.
Das Management habe seine Gewinnerwartungen für 2008 in der Sparte Touristik von 700 Mio. Euro auf nunmehr 450 bis 550 Mio. Euro und in der Schifffahrtssparte von zuvor 600 Mio. Euro auf nun 400 bis 500 Mio. Euro reduziert.
Unter fundamentalen Gesichtspunkten bestätigen die Analysten der SEB ihr Kursziel von 14 Euro und stufen die TUI-Aktie mit dem Rating "sell" ein. (20.12.2006/ac/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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